Wie oft lassen Sie sich von Ihren wirklichen Zielen ablenken?

„Wie oft lassen Sie sich von Ihren wirklichen Zielen ablenken?“

Stellen Sie sich bitte einmal vor, Sie möchten in einem halben Jahr auf eine Hochzeit und in Ihr Lieblingskleid wieder reinpassen – für Männer vielleicht Ihr Konfirmationsanzug. Jeder von uns hat wohl eine Motivationsklamotte im Schrank, in die wir wieder reinpassen wollen – irgendwann…

Sie nehmen sich beispielsweise vor, innerhalb von 6 Monaten 10 kg Gewicht zu reduzieren. Sie wissen, dass Sie neben der Ernährung auch Sport betreiben müssen, um langfristig Erfolg zu haben und melden sich im Fitnessstudio an. Sie machen sich einen Plan und wissen, dass Sie pro Monat ca. 1,7 kg abnehmen müssen.

Nach einem Monat stellen Sie sich wieder auf die Waage und bemerken, dass Sie ein halbes Kilo mehr wiegen und ärgern sich. Wenn man Sport macht, wachsen Muskeln. Das heißt allerdings, dass Sie dann innerhalb von nur 5 Monaten über 2 kg monatlich abnehmen müssen. Sie haben Bedenken und überlegen sich, dass „naja, 7 kg auch reichen müssten“. Nach einem weiteren Monat haben Sie insgesamt 1,5 Kilo reduziert. Gefrustet denken Sie sich: „na gut, 5 Kilo müssten auch gehen“. Und wenn man gefrustet ist, verstopft das Denken die inneren Wege, sodass es mit Abnehmen schwierig wird. Am Ende hoffen Sie, dass es zumindest 3 Kilo werden, die Sie weniger wiegen und schauen sich in der Stadt schonmal nach einem neuen Kleid oder einem Anzug um. Und dann erzählen wir unsere Geschichte auf der Hochzeit und scherzen: „Lieber eine Wampe als gar nichts Hervorragendes!“

Wir überschätzen, was wir in einem Jahr erreichen können und unterschätzen, was wir in 10 Jahren erreichen. Diese alte Weisheit missachten wir gerne, weil wir kurzfristig Schmerzen und Leid vermeiden wollen. Ganz offensichtlich sind wir kaum in der Lage, in langfristigen Zeitabständen zu denken.

Vielleicht möchten Sie einmal etwas ausprobieren. Definieren Sie ein Wunschgewicht. Welche Körpermaße hätten Sie dann? In welche Konfektionsgröße würden Sie passen? Wie würden Sie sich fühlen, wenn Sie dieses Ziel erreicht hätten? Welche Auswirkung würde es auf Ihr tägliches Leben haben? Wie würden andere Menschen auf Sie reagieren? Und – Was hätte es für Auswirkungen auf Ihren beruflichen Erfolg?

Stellen Sie sicher, dass Sie täglich an dieses Gefühl erinnert werden und stellen sich diese Fragen erneut. Machen Sie das 14 Tage hintereinander. Kontinuierlich. Schaffen Sie es nicht, ist dieses Ziel nicht wichtig genug und Sie sollten es entweder verändern oder aufgeben. Schaffen Sie es, beenden Sie diese Übung nach den besagten 2 Wochen und wiederholen es alle 6 Monate. Sie werden sehen, was passiert. Wahrscheinlich wird sich Ihr Hunger verändern, Ihre Einstellung zu Nahrung, zu sich selbst. Ohne Druck und ohne Diäten wird sich etwas in Ihnen verändern – Ihre innere Haltung. Probieren Sie es aus.

Um erfolgreich zu sein, ist es von Vorteil, sein Ziel zu kennen und den Gegenwind einschätzen zu können. Nicht umsonst sagt Hermann Scherer:

Erfolg = Potential – Störfaktoren

Meist stehen wir uns selbst im Wege. Meist sind wir selbst unsere eigenen Fallensteller und sind viel zu bequem ein Ziel zu erreichen. Das erkennen wir schon daran, dass so mancher einen Job macht, der ihm keinen Spaß macht.

Ich persönlich kenne niemanden, der seine Träume verwirklicht hat, indem er täglich tut, was er hasst.

Wenn Sie bei der Umsetzung Ihrer Ziele, Träume und Wünsche Hilfe möchten, rufen Sie mich gerne an.
Ihr
Winfried Schröter